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Snowboards

Geschaeumte Bauweise (Injektionsbauweise)

Geschaeumte Bauweise (Injektionsbauweise)

Wie in der Sandwichbauweise beschrieben, besteht der Kern ausschließlich aus gepreßtem PU-Schaum. Die maschinelle Bauweise im Injektionsverfahren macht diese Bretter preisguenstig. Die fehlende Biege- und Torsionsfestigkeit wirkt sich aber negativ auf die Stabilitaet und das Fahrverhalten aus. Durch das flattrige Fahrverhalten kann der Kantendruck nicht immer exakt dosiert werden. - Finger weg davon!
 

Schalenbauweise CAP

Schalenbauweise - CAP

Die Schalenbauweise oder auch Capbauweise finden wir vor allem im Lowbudget Segment. Die meisten Snowboards und Ski werden mittlerweile mit der kostengünstigeren Capbauweise hergestellte.  Das Obermaterial der Ski beziehungsweise der Snwoboards wird bis zur Kante heruntergezogen. Die jetzt vorhandene Schale kann jetzt mit verschiedenen Materialien gefüllt und so individuell abgestimmt werden. Zum Abschluß wird noch noch der Belag eingefaßt und der Ski bzw. das Snowboard ist fertig Construiert. Viele Ski- oder Snowboardhersteller nutzen den Begriff, dann oft als werbewirksames Mittel um den Kunden einen hochwertigen Eindruck zu sugerieren. Wenn Sie also ab und zu Worldcup oder Worldcap auf den Ski lesen, sehen Sie sich erstmal die Bauweise an und schauen Sie ob es sich um einen Sandwichkonstruktion oder um eine Cap (Schalenbauweise) handelt. Die Annahme, dass ein Capgebauter Ski oder Snowboard in Weltcups oder anderen Rennen verwendet wird täuscht aber. Sehen Sie sich einfach ein paar Rennen im TV an und Sie werden feststellen, dass keiner der Fahrer einen Capgebauten Ski fährt, denn es ist fast nicht möglich einen Ski so gut zu bauen wie in der Sandwich Konstrukion.

 

Torsionssteifigkeit

Torsionssteifigkeit

Gemeint ist die Verwindungssteifigkeit um die Laengsachse des Bretts. Nur eine ausreichende Verwindungssteifheit ermoeglicht einen genauen Kanteneinsatz. Abhaengig ist die Torsionssteifigkeit von der Bauweise des Bretts. Hochwertig verarbeitete Boards haben in der Regel einen haerteren Verlauf. Ausschließlich geschaeumte Boards sind weniger verwindungssteif und wirken waehrend der Fahrt instabiler und flattriger.

 

Compound Bauweise

Compound Bauweise

Ein verleimter Holzkern wird mit Polyurethanschaum umgeben. Hochwertige Boards dieser Bauart erweisen sich als verwindungsarm und langlebig.

 

Effektive Kantenlänge

Effektive Kantenlaenge

Gemeint ist der Teil der Kante, der tatsaechlich in der Kurve im Schnee greift. Ist die effektive Kantenlaenge groß, so sorgt dies bei hohen Geschwindigkeiten fuer große Laufruhe und guten Kantengriff. Wie bei der Taillierung, macht eine große, effektive Kantenlaenge das Board weniger drehfreudig. Eine kleine macht das Board drehfreudiger.
 

Bordhärte und Flex

Boardhärte

Mit Boardhaerte (Flex) ist der Haerteverlauf des Snowboards gemeint. Die meisten Alpinboards haben einen mittelharten bis harten Flex. Einen eher weichen Flex haben die Freeride- und Freestyleboards.

 

Radius

Radius

Die Taillierung (auch `Sidecut`) wird in der Regel mit dem Radius angegeben. Je groeßer der Radius ist, desto weniger tailliert ist das Board.

 

Brettsymmetrie

Brettsymmetrie

Bei einem asymmetrischen Snowboard ist der Druckmittelpunkt auf der Backsidekante nach hinten verschoben. In der Regel steht man schraeg auf dem Brett. Ueber die Brettsymmetrie soll das Druckverhalten der Kanten optimiert werden. Solche Boards sind nicht fuer jeden geeignet. Wer etwa `Goofy` (rechtes Bein vorne) faehrt, kann kein asymmetrisches `regular`(linkes Bein vorne) Board fahren. Dieses Problem stellt sich bei symmetrischen Boards nicht. Noseformen mit großem Schaufelradius findet man im Allround- und Freestylebereich. Alpine Boards haben eine kurze, flache Schaufel, um eine moeglichst große effektive Kantenlaenge zu haben. Ein abgerundetes Tail verleiht dem Brett gutmuetigere Fahreigenschaften und ist so besonders im Anfaengerbereich zu empfehlen. Die Hersteller sind zum Teil durch diese Spezialisierund auf den Brettern sitzen geblieben und nun sieht man diese Teile eigentlich nicht mehr. Zur Laenge des Boards: Für den Alpin- und Allroundbereich gilt als Faustregel: Ein laengeres Board ist bei schnellerer Fahrweise laufruhiger, erfordert aber mit zunehmender Geschwindigkeit mehr Fahrkoennen. Ein kuerzeres Board ist einfacher zu fahren, dafuer aber auch etwas instabiler und flattriger. (Die Laenge der gebraeuchlichsten Boards liegt zwischen 1,40 und 1,65 m)

 

Vorspannung

Vorspannung

Die Vorspannung (auch `Camber`) haengt von der Gesamtkonstruktion ab. Boards mit etwas weniger Vorspannung sind leichter zu steuern und neigen weniger zum Verkanten (zu wenig Spannung fuehrt allerdings zum Wegrutschen). Eine harte Vorspannung fuehrt zu einem guten Eisgriff, wirkt sich jedoch nachteilig auf die Drehfreudigkeit bei gefuehrtem Steuern aus.

 

Sandwichbauweise

Sandwichbauweise

Obergurt (hier Laminat), Kern und Untergurt bilden als Verbundwerkstoff die Basis des Boards. Darum auch die Bezeichnung `Sandwich`. Bretter dieser Bauart können im Injektions- oder Laminierverfahren hergestellt werden. Beim Injektionsverfahren wird Polyurethanschaum oder Harz in das Board eingespritzt. Beim Laminierverfahren dienen Schichtpressstoffe wie Glasfaser oder Fieberglasmatten als Traeger fuer Harz oder Schaum. Die einzelnen Bauteile werden von Hand zusammengesetzt und verklebt. Der Kern besteht dann in der Regel aus Holz. Als Kernholz hat sich das Pappelholz bewaehrt. Das Ergebnis dieser Bauweise sind hochwertige, langlebige und verwindungsarme Boards. Dies macht sich jedoch in einem hohen Preis bemerkbar.
 

Aufbiegung

Aufbiegung

An der Nose (auch `Scoop`) und am Tail (auch`Rocker`) haben Boards die nach oben gebogene Schaufel. Freestyleboards sind deutlicher nach oben gebogen als Alpinboards. Die Schaufel ermoeglicht es, Schnee eher zu ueberfahren und zu verdraengen. Bei Race- und Alpinboards ist dies weniger deutlich. Eine hochgezogene Schaufel wuerde hier die Laufruhe und den Luftwiderstand negativ beeinflussen.

 
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